Amtsübergabe in Steffisburg: Der „Punk“ gibt das Zepter weiter

Ein bewegtes Jahr geht zu Ende: Sebastian Rüthy-Scheuner hat sein Amt als Präsident des Grossen Gemeinderates (GGR) von Steffisburg erfolgreich abgeschlossen. In einer feierlichen Übergabe überreichte er das Präsidium an Maya Hürlimann (GLP). Ein Rückblick auf ein Jahr voller Kontraste, Leidenschaft und gelebter Demokratie.

Als Sebastian Rüthy-Scheuner vor einem Jahr das höchste Steffisburger Amt antrat, blickten viele gespannt auf den Mann, der so gar nicht in das klassische Schema eines Parlamentspräsidenten zu passen schien. Punk-Rock-Fan, Sozialist, Jugendarbeiter und Familienvater – Rüthy-Scheuner ist eine Persönlichkeit, die Gegensätze nicht nur aushält, sondern sie als Treibstoff für sein politisches Wirken nutzt.

Ein Jahr der Brückenbauer

Heute zieht der SP-Politiker eine positive Bilanz. Trotz – oder gerade wegen – seiner unkonventionellen Art gelang es ihm, die Debatten im GGR mit Ruhe und grosser Effizienz zu leiten. Für Rüthy-Scheuner war das Präsidialjahr eine Übung in gelebter Toleranz. Er, der die „soziale Sprengkraft“ des Christentums ebenso schätzt wie die unbändige Energie des Punks, sah das Parlament nie als Kampffeld, sondern als „wertvolles Spannungsfeld“.

Stabübergabe an Maya Hürlimann

Am heutigen Abend endete dieses besondere Kapitel. Mit dem symbolischen Glockenschlag übergab Sebastian Rüthy-Scheuner das Amt an seine Nachfolgerin Maya Hürlimann (GLP).

Während Rüthy-Scheuner nun wieder vermehrt aus der Fraktion heraus politisieren wird, übernimmt mit Hürlimann das Präsidium, die den eingeschlagenen Weg des konstruktiven Dialogs fortsetzen möchte. Steffisburg verabschiedet einen GGR-Präsidenten, der bewiesen hat, dass man gleichzeitig Pfadfinder, Rebell und Staatsmann sein kann.

Danke Sebi

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